6. November 2013
Hacker können einen Herzschrittmacher oder Defibrillator so manipulieren, dass er im Notfall nicht mehr funktioniert.
Deshalb arbeiten IT-Forscher in den USA an einem Sicherheitssystem, das solche medizinischen Implantate vor fremdem Zugriff schützen soll. Sie haben ein Prüfgerät entwickelt, das einen wirksamen Schutz verspricht. Der Arzt oder Sanitäter misst damit den Herzschlag des Patienten. Das Gerät muss dicht an den Körper gehalten werden und nur, wenn die Daten des Prüfers und die Daten, die beispielsweise der Herzschrittmacher sendet, übereinstimmen, kann das Implantat umprogrammiert werden. Die drahtlos übermittelten Daten werden zusätzlich verschlüsselt, damit die Kommunikation nicht abgefangen werden kann.
Der Vorteil der Methode: der Abgleich geht ganz schnell - es muss kein Passwort eingegeben und keine Sicherheitsfrage beantwortet werden. Bei Notfällen verlieren die Helfer so keine wertvolle Zeit.
Damit müsste vielleicht auch der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney keine Angst mehr haben. Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass er die Fernbedienung seines Herzschrittmachers aus Angst vor einem Hackeranschlag hatte ausschalten lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)