6. November 2013
Ein Eiweiß kann beschädigte Krebszellen daran hindern, sich zu vermehren.
Das haben Forscher der Universitätsmedizin Göttingen herausgefunden. Das Eiweiß sei bereits ein Bestandteil der Krebszellen. Könnte man es gezielt aktivieren, würde es die Krebszellen bei einer Chemotherapie empfindlicher machen. Denn: Das Molekül hindert angegriffene Zellen daran, sich zu regenerieren.
Es bremst die Tumorzellen dabei, eine Kopie der eigenen DNA anzufertigen. Die ist aber nötig, damit sich die Zelle vermehren kann. Übliche Medikamente der Chemotherapie versuchen, die Gen-Kopie zu verhindern, bis die Zelle stirbt. Viele Tumore sind jedoch den Medikamenten gegenüber unempfindlich.
Die Forscher hoffen nun, dass sie die neuen Erkenntnisse eines Tages für die Krebstherapie nutzen können. Dazu müssten aber noch Strategien entwickelt werden, um das Eisweißmolekül in den Krebszellen gezielt zu aktivieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)