7. November 2013

Arsen-belastetes Trinkwasser kann zu Medikamenten-Resistenzen führen

Arsen-belastetes Trinkwasser kann Leber und Nieren schädigen oder Krebs auslösen.

Und es kann offenbar auch zu Resistenzen gegen Medikamente führen. Das schreiben Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS. Sie erforschten, warum immer mehr Menschen im nordindischen Bundesstaat Bihar gegen einen Wirkstoff resistent wurden, der gegen eine dort weit verbreitete Infektionskrankheit - Leishmaniose - eingesetzt wurde. Leishmaniose wird von Parasiten übertragen und ist in zehn Prozent der Fälle tödlich. Normalerweise wird die Krankheit mit einem bestimmten Wirkstoff - Methylglucaminantimonat - behandelt - aber genau dagegen wurden so viele Inder resistent, dass die Ärzte letztlich davon abrieten, das Medikament zu benutzen. Als Grund für die Resistenz identifizierten die Wissenschaftler nun das Arsen-belastete Trinkwasser der Region.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)