7. November 2013

Wettschulden an der Börse: Finanzwissenschaftler will Derivatehandel reformieren

Wettschulden sind Ehrenschulden - und vor Gericht nicht einklagbar.

Geht es nach einem deutschen Finanzwissenschaftler, dann könnte das der Schlüssel sein, um hochriskante Börsengeschäfte unattraktiv zu machen. Das "Handelsblatt" berichtet über das Buch von Helge Peukert. Das heißt "Moneyfest" und Peukert schlägt darin vor, die Verluste beim Handel mit Derivaten eben wie Wettschulden zu behandeln.

Denn letztlich sind Derivate häufig nichts anderes als eine Wette auf die Zukunft. Ein Händler kauft damit z.B. das Recht, etwas, das er nicht besitzt, irgendwann zu einem höherem Preis wieder zurückzugeben. Klingt komisch, und sorgt aus der Sicht von vielen Fachleuten dafür, dass unkalkulierbare Risiken entstehen. Auf solche Geschäfte würde sich wohl kaum noch einer einlassen, wenn er wüsste, dass er sein Geld im Zweifel am Ende nicht wieder bekommt. Der Staat müsste die Zockerei dann gar nicht mehr aufwändig kontrollieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)