8. November 2013

Entschädigung für NS-Opfer: Kritiker fordern Hilfe für weitere Opfergruppen

Viele Opfer der Nazi-Verbrechen mussten lange kämpfen, gerade, wenn sie nicht in Deutschland leben.

Irgendwann genehmigte der deutsche Staat dann den meisten eine Entschädigung, in der Regel eine kleine Rente. Einige Opfergruppen aber fehlen noch, klagen jetzt mehrere Vertreter jüdischer Organisationen, des Zentralrats der Sinti und Roma und Politiker.

In einem Aufruf in der "Frankfurter Rundschau" fordern sie, dass auch Menschen entschädigt werden müssen, die von den Nazis zwangsweise sterilisiert wurden. Sie sind bis heute nicht als Verfolgte anerkannt. Genauso wie ehemalige russische Kriegsgefangene. Auch sie bekommen keine Rentenzahlungen, obwohl sie unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrt waren. Wörtlich schreiben die Autoren: "Die Bundesrepublik Deutschland hat lange genug auf Zeit gespielt. Statt bewegender Reden fordern wir Taten."

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)