8. November 2013
Der Anti-Semitismus in Europa wird wieder schlimmer.
Das sagen die, die ihn ertragen müssen, nämlich jüdische Bürger in der EU. Die Europäische Grundrechte-Agentur hat knapp 6.000 Juden [befragt |http://fra.europa.eu/de/event/2013/fra-prsentiert-ihre-erhebung-zu-erfahrungen-und-wahrnehmung-jdischer-brger-bezug-auf]. Zwei Drittel der Teilnehmer sehen Antisemitismus als großes Problem. Noch mehr, nämlich drei Viertel, beklagen, dass sich die Situation in den vergangenen fünf Jahren verschärft hat. Jeder fünfte sagte, er sei im vergangenen Jahr beleidigt, bedroht oder angegriffen worden, weil er Jude sei. Die wenigsten hätten dies der Polizei gemeldet, weil sie nicht daran glaubten, dass sich dadurch etwas ändere.
Die häufigste Plattform für antisemitische Kommentare sind der [Umfrage |http://fra.europa.eu/de/event/2013/fra-prsentiert-ihre-erhebung-zu-erfahrungen-und-wahrnehmung-jdischer-brger-bezug-auf] zufolge das Internet und soziale Foren. Deutlich dahinter rangierten Demonstrationen und Sportereignisse. In Deutschland, wo etwa 120.000 Juden leben, äußerten sich die Befragten nicht so besorgt wie andernorts. Jeder vierte Befragte hat aber schon einmal daran gedacht, auszuwandern, weil er sich nicht sicher fühlte. In Frankreich und Ungarn war es fast die Hälfte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)