8. November 2013
Die Norddeutschen sind schon lange an sie gewöhnt, aber auch anderswo in Deutschland werden es immer mehr:
Die Rede ist von Windrädern. Vogel- und Fledermausliebhabern gefällt das gar nicht, weil die Tiere mit den Rotorblättern zusammenstoßen und sterben können. Ein US-Wissenschaftler hat jetzt hochgerechnet, wie viele Fledermäuse jedes Jahr in den USA in Windparks sterben. Ergebnis: Ungefähr 600.000 - konservativ gerechnet. Für seine Studie hat der Forscher Daten von insgesamt 22 Parks ausgewertet. Dabei stellte er fest, dass die Zahl der Todesopfer je nach Region stark schwankte. Besonders hoch war sie in in der Nähe von Bergketten, wo Fledermäuse saisonale Wanderungen unternehmen. Deswegen vermutet der Wissenschaftler, dass die Lage der Windräder eine wichtige Rolle spielt.
Vor kurzem hatten Forscher der Uni Leipzig eine Studie mit Daten aus gut 40 deutschen Windparks veröffentlicht. In jedem von ihnen sterben demnach durchschnittlich zwölf Fledermäuse pro Jahr. Nach Einschätzung von Experten würde es schon helfen, wenn die Rotorblätter zumindest nachts langsamer liefen. Dann produzieren die Windräder aber auch weniger Strom.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)