8. November 2013
Der Papst spricht ja bekanntlich viele Sprachen, darunter auch fließend Latein.
Dumm nur, wenn ihn seine Schäfchen gar nicht verstehen. Selbst die Kirchenmänner in Rom haben nach einem Bericht der Nachrichtenagentur KNA da so ihre Probleme. Einige sollen zum Beispiel nichts verstanden haben, als Benedikt XVI. im Februar seinen Rücktritt ankündigte.
Um dem Trend entgegenzuwirken hat die päpstliche Akademie für Latein eine neue Zeitschrift veröffentlicht. "Latinitas" richtet sich vor allem an ein wissenschaftliches Publikum, enthält aber zum Beispiel auch zeitgenössische Gedichte auf Latein.
Nach Ansicht der Nachrichtenagentur haben gute Lateinkenntnisse gerade in Zeiten von allgegenwärtigen Abhördiensten einen Vorteil: Sie schützen vor Spionage. Zumindest hätten einige Kardinäle in Zeiten des kalten Kriegs auf die Sprache zurückgegriffen, um sich vor Spionen aus dem Ostblock zu schützen. Dort war Lateinlernen nämlich verpönt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)