11. November 2013
Auch eine andere Mission ins Weltall ist abgeschlossen.
Allerdings mit einem endgültigen Ende. Der Satellit "Goce" ist wie geplant in der Erdatmosphäre verglüht. Wie die Europäische Raumfahrtbehörde ESA mitteilte, zerbrach der fünf Meter lange Satellit dabei in mehrere Teile. Bisher wurden keine Schäden dadurch bekannt.
"Goce" war vier Jahre lang im All unterwegs und vermaß das Schwerefeld der Erde. Mit den Ergebnissen lassen sich abweichende Höhenangaben von Bergen vereinheitlichen oder der Anstieg des Meeresspiegels dokumentieren. Aus den Daten wurde ein 3D-Modell unseres Planeten erstellt, das nicht rund, sondern eher wie eine Kartoffel aussieht - das Fachwort dafür "Geoid". Mitte des nächsten Jahres wollen die Wissenschaftler die letzte Auswertung vorlegen. Die Genauigkeit der Höhenangaben soll dann bei zwei Zentimetern liegen.
Der Satellit sollte eigentlich nur eineinhalb Jahre um die Erde kreisen. Der Treibstoff reichte aber fast drei Mal so lang. Erst letzten Oktober ging der Sprit endgültig aus und Goce verlor an Höhe. Seitdem wartete die ESA darauf, dass er in der Atmosphäre verglüht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)