11. November 2013

Stress lässt Schnecken schlechter lernen

Stress ist Gift beim Lernen - und zwar auch bei Schlammschnecken.

Kanadische Wissenschaftler haben die Lernfähigkeit von Schlammschnecken untersucht und festgestellt: Wenn die Schnecken unter Kalziummangel leiden oder mit vielen Artgenossen in einem Glas eingeschlossen sind, vergessen sie zuvor gelernte Reaktionen schneller wieder als gewöhnlich. Kam beides zusammen, konnten die Tiere fast gar keine neuen Dinge erlernen. Im Fachmagazin "PLOS ONE" schreiben die Forscher, dass sie an den Schnecken testen wollten, wie ein Gehirn im Alltagseinsatz reagiert. Die Schnecken sind dabei ideal, weil sie zum Einen lernfähig sind, und zum Andern nur wenige Neuronen an ihrem Lernprozess beteiligt sind. Normalerweise benötigt eine Schlammschnecke eine 30-minütige Lernphase, um sich eine eingeübte Reaktion für drei Stunden zu merken. Unter idealen Bedingungen kann sie das Gelernte sogar auch nach einer Nacht noch abrufen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)