11. November 2013
Das war der schlimmste Taifun, der je auf Land getroffen ist.
So schätzt der Meteorologe Christian Herold in der "taz" den Wirbelsturm "Haiyan" ein, der die Philippinen verwüstete. Zum Vergleich: Der Supertaifun hatte eine Windgeschwindigkeit von 300 bis 315 Kilometern pro Stunde. Sturmtief "Christian", das uns hier Ende Oktober zu schaffen machte, hatte Spitzenwerte von etwa 190 Kilometern pro Stunde. "Gegen 'Haiyan' war 'Christian' also fast ein Kindergeburtstag", sagt Meteorologe Herold.
Grund für die Kraft des Sturms ist die derzeit hohe Oberflächentemperatur des Pazifiks. Es bilden sich Gewitter, die warme Luft steigt auf und füttert die Gewitter weiter an. Durch die Erdrotation fängt das Luft-Gewitter-Gemisch an sich zu drehen und wird schließlich zum Supertaifun. Dagegen könne man auch nicht viel machen, meint der Meteorologe. Selbst wenn die Philippiner Häuser wie in Mitteleuropa bauen würden - Sturmböen von 360 Kilometern pro Stunde würden auch die nicht aushalten. Da helfe nur der Bau von Bunkern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)