11. November 2013

Britische Atheisten wollen keinen Gottesbezug mehr im Krönungseid

Der liebe Gott hat hier nichts zu suchen - so sehen es britische Atheisten, wenn es um die Krönung ihrer Könige geht.

Königin Elizabeth II. hatte bei ihrer Krönung 1953 unter anderem gelobt, "die Gesetze Gottes und das wahre Bekenntnis des Evangeliums" zu schützen und den Status der anglikanischen Staatskirche zu erhalten. Nach Ansicht der britischen Atheisten-Vereinigung könnte das ein Verstoß gegen die europäische Menschenrechtskonvention sein. Laut "Sunday Times" lassen sie die Schwurformel deswegen jetzt juristisch prüfen. Das Argument: Die Krönungszeremonie solle alle Teilnehmer einschließen. Sie dürfe kein Gottesdienst einer einzigen Konfession sein, an dem an normalen Sonntagen weniger als zwei Prozent der Bevölkerung teilnähmen.

Ein Sprecher der anglikanischen Staatskirche wollte das nicht auf sich sitzen lassen und argumentierte ebenfalls mit Mitgliederzahlen zurück. Er sagte, der Vorstoß sei ein "traurig verfehlter Werbegag einer zunehmend verzweifelten Aktionsgruppe von gerade einmal 10.000 Mitgliedern".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)