11. November 2013
Jetzt wird es offenbar auch der Deutschen Telekom zu bunt mit der Daten-Sammelwut der Geheimdienste.
Der Vorstandschef des Unternehmens, Rene Obermann, hat auf einem von der Telekom organisierten IT-Sicherheitsgipfel einen sicheren Datenraum innerhalb Europas gefordert - und zwar unter Ausschluss Großbritanniens. Obermann will, dass Internetdaten Deutschland und Europa in Zukunft nicht mehr verlassen. Da Großbritannien aber den US-Geheimdiensten dabei geholfen habe, im großen Stil Glasfaserkabel anzuzapfen, sollten die Briten nicht dazu gehören.
Es gehe längst nicht mehr nur um Sicherheit. Es sei ein Unding, dass sich Wirtschaftsspionage unter EU-Partner nicht mehr ausschließen lasse. Als Konsequenz aus der Überwachung forderte Obermann auch, dass eine bisherige Vereinbarung zwischen europäischen Unternehmen und den USA nicht mehr gilt. Dem freiwilligen Austausch personenbezogener Daten sei durch den NSA-Datenskandal die Geschäftsgrundlage entzogen worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)