11. November 2013
Es muss nicht unbedingt am Rauchen oder an einem ungesunden Lebensstil liegen. Ursache für einen Herzinfarkt kann auch genetische Veranlagung sein.
Ein internationales Forscherteam hat unter anderem herausgefunden, dass zwei seltene Genveränderungen, wenn sie gemeinsam auftreten, zu einem dramatisch erhöhten Herzinfarktrisiko führen können. Im Fachmagazin "Nature Genetics" schreiben die Wissenschaftler, dass sie dafür eine deutsche Großfamilie untersucht haben, bei der über mehrere Generationen bereits 23 Mitglieder einen Herzinfarkt hatten. Beide Genmutationen kamen bei den Familienmitgliedern gemeinsam vor. Im Labor wurden die veränderten Gene an Mäusen noch einmal getestet. Das Ergebnis: Schon die Mutation eines der beiden Gene führte dazu, dass Blutplättchen schneller verklebten und Gerinnsel bildeten. In dem groß angelegten Projekt wurde das genetische Erbgut von insgesamt 30.000 Herzinfarktpatienten untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass es auch Genvarianten gibt, die sehr viel häufiger in der Gesellschaft vorkommen und die ebenfalls das Risiko auf einen Herzinfarkt erhöhen. Herzinfarkte gehören zu den häufigsten Todesursachen. In Deutschland erleiden jährlich 280.000 Menschen einen Herzinfarkt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)