11. November 2013
Elektronische Verarbeitung und Speicherung von Daten interessiert nicht nur den amerikanischen Geheimdienst, sondern auch die Wissenschaft.
Die versucht immer leistungsfähigere Prozessoren und Speichermedien zu entwickeln. Physiker der Freien Universität Berlin haben jetzt gemeinsam mit einem spanischen Kollegen eine neue Möglichkeit gefunden, Daten mit Quantencomputern zu verarbeiten. Genau genommen geht es dabei um einzelne Atome, die Informationen tragen - kodiert als physikalischer Zustand.
Die Herausforderung, so die Forscher, sei die sehr instabilen Zustände zu stabilisieren, um die Informationen auf den Atomen länger haltbar zu machen. Normalerweise würden die Atome an metallische Leitungen angeschlossen. Die haben die Wissenschaftler jetzt mit supraleitendem Material ersetzt. Das Ergebnis: Der Zustand blieb um 10.000 Mal stabiler, als wenn gewöhnliche Metallleitungen benutzt wurden. Die Forscher hoffen, dass dadurch neue, besonders leistungsstarke Computer entwickelt werden können.
Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht.
http://www.nature.com/nphys/journal/vaop/ncurrent/full/nphys2794.html
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)