12. November 2013

Symbiose: Bakterien helfen Hyänen bei sozialer Interaktion

Hyänen sind nicht gerade als schöne Tiere bekannt - und für eine menschliche Nase riechen sie wahrscheinlich auch nicht sonderlich gut.

Untereinander brauchen sie ihre Duftstoffe allerdings, so wie viele Tiere, zur Kommunikation. Ein Team der Michigan State Universität hat jetzt etwas genauer untersucht, wie das funktioniert.

Demnach spielen unterschiedliche Bakterienfamilien eine wichtige Rolle. Die Wissenschafter hatten Sekrete der Tüpfel-Hyäne und der Streifen-Hyäne untersucht. Es stellte sich heraus: Bei Tüpfel-Hyänen gibt es ein komplexes System unterschiedlicher Bakterienzusammensetzungen. So unterscheiden sich die Bakterien einzelner Hyänen, aber auch die von Männchen und Weibchen und sogar die von trächtigen und nicht trächtigen Weibchen.

Bei Streifen-Hyänen war alles etwas einfacher strukturiert: Es gab keine Unterschiede in der Bakterienzusammensetzung bei den einzelnen Individuen. Streifen-Hyänen haben laut den Forschern auch nicht so viel Kommunikationsbedarf: Sie leben lieber allein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)