12. November 2013

Spruchreif: Wilhelm Busch über das Gewissen

In unserer Rubrik "Spruchreif" geht es - passend zum Tagesthema - um das Gewissen. Einer, der sich damit auskannte, war der Dichter Wilhelm Busch.

"Das Gewissen ist der uns allen gemeinsame uralte Wecker."

... der immer dann klingelt, wenn wir etwas Unrechtes tun, möchte man ergänzen, denn so hat Busch seinen Satz interpretiert. Auch dieses Zitat zum Thema stammt nämlich von ihm: "Das sogenannte böse Gewissen sollte eigentlich das gute heißen, weil's ehrlich die Wahrheit sagt." Damit wären wir beim sehr verbreiteten Gedanken vom Gewissen als moralischer Instanz, als eine Art innerem Gerichtshof, der über unser Verhalten urteilt - und dabei auch noch immer richtig liegt. Wer weiß, vielleicht hat Wilhelm Busch seine Figuren als Gegenentwurf dazu geschaffen: von Hans Huckebein - der zugegebenermaßen kein Mensch, sondern ein Rabe war - bis zu Max und Moritz stellten sie ihr jeweiliges Gewissen durch ihre Streiche in jeder Episode wieder auf die Probe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)