12. November 2013
Viele Frauen hatten gehofft, dass der Arabische Frühling ihnen mehr Rechte bringt.
Das hat er aber nicht. Stattdessen wurden - wie in Ägypten - oft Islamisten gestärkt. Und damit Frauenrechte eingeschränkt. Die Stiftung der Nachrichtenagentur Reuters hat ihren jährlichen Frauenrechts-Bericht veröffentlicht. Dazu wurden mehr als 300 Experten zu Frauenrechten in der Arabischen Welt befragt. Am schlechtesten ist die Lage in Ägypten, danach folgen der Irak, Saudi-Arabien, Syrien und der Jemen.
Am besten ist die Situation für Frauen auf den Komoren, gefolgt vom Oman und Kuwait.
Ägypten bekommt nicht nur von Reuters schlechte Noten, auch die UNO hatte die Lage dort schon kritisiert. Ihrzufolge werden mehr als 99 Prozent der ägyptischen Frauen und Mädchen sexuell belästigt. Einem Bericht des UNO-Kinderhilfswerks Unicef zufolge sind mehr als 90 Prozent der Frauen in Ägypten beschnitten.
Die weibliche Genitalbeschneidung soll ihren Ursprung im alten Ägypten haben und sich von dort nach Afrika ausgebreitet haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)