13. November 2013
Fidel heißt jetzt Fidelio - sonst gibt es vielleicht keine Zuschüsse mehr.
Tierpfleger in einem Zoo in Sachsen hatten einem seltenen Rautenkrokodil einen Namen gegeben, der an seine Heimat Kuba erinnert: Fidel - so wie der frühere kubanische Staatschef. Darüber hatte sich ein Kulturgremium beschwert, das über öffentliche Zuschüsse entscheidet. Die Mitglieder forderten wörtlich "mehr Sensibilität im Umgang mit bestimmten Begriffen". Weil der Zoo in Hoyerswerda Sorge um seine jährliche Förderung hatte, heißt das Krokodil jetzt Fidelio. Die Leitung betonte aber, der Name habe nichts mit dem kubanischen Staatschef zu tun, sondern weise nur auf das Herkunftsland der Krokodilart hin.
Im Sommer waren in Hoyerswerda sieben der sehr seltenen Rautenkrokodile geschlüpft. In freier Wildbahn leben nur noch etwa 4.000 von ihnen - alle in zwei Sumpfgebieten in Kuba.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)