13. November 2013

Spruchreif: Emanuel Geibel über Stürme

Unser Zitat des Tages, passend zum Thema Wirbelsturm. Es stammt von dem deutschen Lyriker und Dramatiker Emanuel Geibel und lautet:

"Nur wer verzagend das Steuer losläßt, ist im Sturm verloren."

Der Satz stammt aus dem Drama "Sophonisbe" über die Tochter des karthagischen Feldherrn Hannibal. Geibel wurde 1815 geboren und war ein Vertreter der Spätromantik. Er war damals einer der erfolgreichsten deutschen Lyriker. Bekannt wurde er vor allem durch sein Gedicht "Wanderlied", und zwar deshalb, weil es von Justus Wilhelm Lyra zum bekannten Lied "Der Mai ist gekommen" vertont wurde.

Geibels Lyrik war teilweise preußisch-patriotisch gefärbt. Das machten sich später die Nazis zu Nutze: Der Satz "Am deutschen Wesen mag die Welt genesen" stammt aus seinem Gedicht "Deutschlands Beruf" von 1861.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)