13. November 2013

Geowissenschaftler meint, Fracking-Boom ist bald vorbei

Der Fracking-Boom wird nicht lange dauern.

Das meint der kanadische Geowissenschaftler David Hughes vom Post Carbon Institute, einem eher linken US-Forschungszentrum, das sich mit nachhaltiger Energie befasst. In der "taz" sagt Hughes, er habe sich die fünf größten Frackingfelder der USA angeschaut und festgestellt, dass der Ertrag dort schnell abnimmt. Am Anfang lohne sich jedes Bohrloch. Aber wenn die guten Stellen ausgebeutet seien, würden die Bohrungen irgendwann zu teuer. Eine Bohrung koste etwa neun Millionen US-Dollar.

In Europa macht Fracking laut Hughes gar keinen Sinn. Es dauere noch Jahre, bis es die Infrastruktur dafür gebe, außerdem sei die Bevölkerungsdichte viel zu hoch.

Beim Fracking wird Gas und Öl gefördert, das im Gestein ist. Das Gestein wird mit Wasser, Sand, Chemikalien und Druck aufgebrochen. Kritiker sehen darin eine Gefahr für die Umwelt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)