13. November 2013
Die Meeresschnecke muss beim Sex eine Menge aushalten.
Forscher der Universität Tübingen haben herausgefunden, dass die Tiere sich nicht nur paaren, indem Spermien übertragen werden. Zusätzlich spritzen sie sich gegenseitig quasi mit einer Injektionskanüle Prostatasekrete in die Haut. Diese Technik ist zwar von verschiedenen Tierarten bekannt. Allerdings zielen die Meeresschnecken genau auf die Stirn, zwischen die Augen. Dieses Ziel sei einzigartig, schreiben die Wissenschaftler. Sie vermuten, dass sich in dem Sekret bioaktive Proteine befinden. Die könnten über das zentrale Nervensystem die Fortpflanzungen des Partners manipulieren - indem sie zum Beispiel die Rate der eingenisteten Eier erhöhen.
Die Forscher schreiben über ihre Entdeckung in der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" .
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)