13. November 2013
"Jeden Tag schaffen wir falsche Erinnerungen."
Das sagt die New Yorker Neurowissenschaftlerin Daniela Schiller. Bei einer Konferenz der US-Ausgabe der "Technology Review" berichtete sie, ihr Team habe im Labor nachweisen können, dass sich Erinnerungen bei jedem einzelnen Abrufvorgang verändern. Man erinnere sich also nicht an Originalversionen, sondern an immer wieder neue, überarbeitete Versionen, sagte Schiller. Das Gedächtnis sei deshalb weniger zuverlässig als bisher gedacht, denn man schaffe jeden Tag falsche Erinnerungen.
Laut Schiller kann dieses Phänomen aber auch positiv eingesetzt werden - und zwar bei Patienten mit Erinnerungen an traumatische Ereignisse. So könne man das Gedächtnis quasi "updaten" und einer negativen Erinnerung positive Gefühle hinzufügen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)