13. November 2013
Sie sind sehr viel jünger als gedacht.
Die Rede ist von Pinguinen. Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass die Vorfahren aller Pinguine vermutlich erst 20 Millionen Jahre und nicht 40 bis 50 Millionen Jahre alt sind.
Dafür nahmen die Wissenschaftler Blutproben von elf Pinguinarten, die alle heute lebenden Gattungen abdecken. Sie analysierten bestimmte DNA-Sequenzen und verglichen sie mit anderen Ergebnissen zum Beispiel aus Fossilfunden. Wie die Forscher im Fachmagazin "Biology Letters" schreiben, hat auch die Entwicklung der verschiedenen Gattungen erst viel später angefangen, als man bisher angenommen hatte.
Die meisten der großen Gruppen der heute lebenden Pinguine hätten sich erst vor 11 bis 16 Millionen Jahren auseinanderentwickelt. Den Forschern zufolge ist das deshalb interessant, weil es genau zu der Zeit, nämlich vor 12 Millionen Jahren, in der Antarktis kälter wurde. Daraus lasse sich ein Zusammenhang zwischen der Pinguinevolution und Klimaveränderungen ablesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)