13. November 2013

Internationale Studie identifiziert neue Risiko-Gene für Alzheimer

Man könnte das Projekt mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen vergleichen.

Der Heuhaufen wäre in diesem Fall das menschliche Erbgut mit mehr als 20.000 Genen pro Person, die jeweils aus mehreren Bausteinen bestehen. Von der Nadel wussten die Forscher zu Beginn ihrer Untersuchungen noch nicht einmal, wie sie aussieht. Aber sie vermuteten, dass es mehrere davon geben könnte. Es ging ihnen um spezifische Genveränderungen, die charakteristisch für eine Form von Alzheimer sind - die sogenannte familiäre Variante, die vor dem 65. Lebensjahr auftritt. Davon war bereits bekannt, dass es elf genetische Risikofaktoren gibt, die eine solche Erkrankung begünstigen können.

In dem internationalen Projekt ist es den Wissenschaftlern gelungen, im Erbgut elf weitere Risikofaktoren zu identifizieren. Welche Funktionen die betreffenden Gene haben, soll als nächstes untersucht werden. Die Forscher hatten bei etwa 75.000 Personen einen bestimmten Teil des Erbguts untersucht und diese Daten dann mit denen von gesunden Personen verglichen.

Die Studie ist im Fachmagazin "Nature Genetics" erschienen und lässt sich hier nachlesen.

http://www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/full/ng.2802.html

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)