14. November 2013

Neue Vogelgrippe-Art infiziert zum ersten Mal einen Menschen

Eine neue Art der Vogelgrippe hat zum ersten Mal einen Menschen infiziert.

Das berichten taiwanesische Wissenschaftler im Fachmagazin "The Lancet Respiratory Medicine". Demnach wurde im Mai eine 20-Jährige in Taiwan mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Abstrich aus ihrem Hals zeigte: Die Frau trug das Virus H6N1 in sich, das auf der Insel weit verbreitet ist - allerdings unter Hühnern. Die Taiwanesin hatte den Forschern zufolge allerdings keinen Kontakt zu den Tieren. Es sei nicht klar, wie sie sich infiziert habe. Sie wurde nach der Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.

Seit die Vogelgrippe H5N1 in China vor 17 Jahren das erste Mal ausgebrochen ist, versuchen Experten die Entwicklung genau zu beobachten. Bis jetzt hat diese Form mehr als 600 Menschen das Leben gekostet. Auch andere Stämme des Virus haben schon für Aufregung gesorgt. Bisher ist allerdings noch kein Erreger so mutiert, dass er sich schnell unter Menschen hätte ausbreiten können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)