14. November 2013

Urmeer-Reste liegen unter Chesapeake Bay verborgen

Das Urmeer ist vielleicht immer noch unter uns - zumindest Teile davon.

Das berichten mehrere US-Geologen in der Fachzeitschrift "Nature". Ihrer Meinung nach lagern vor der Ostküste der USA eingeschlossene Reste des Urmeers. Genauer: unter dem Grund des Chesapeake Bay. Laut den Forschern sind die Überbleibsel hundert bis 145 Millionen Jahre alt. Sie seien vermutlich durch einen Asteroiden- oder Meteoriteneinschlag konserviert worden. Schon länger ist bekannt, dass die Wasserproben in der Gegend einen Salzgehalt von 70 Promille haben - eine doppelt so hohe Konzentration wie in heutigen Ozeanen üblich. Die Geologen erklären das damit, dass Wasser aus dem Urmeer schon vor dem Einschlag im Sedimentgestein der Region lagerte. Es habe sich im Krater gesammelt, wo es bis heute unter Verschluss blieb. Andere Forscher hatten bisher andere Erklärungen für den hohen Salzgehalt, zum Beispiel Verdunstungseffekte infolge des mutmaßlichen Meteoriteneinschlags.

Die Chesapeake Bay ist aus dem Weltraum erkennbar - nämlich als riesiges Mündungsdelta. Mehr als 150 Flüsse und Bäche fließen dort in den Atlantik. Etwa 300 bis 500 Meter unter dem Meeresgrund liegt ein Riesenkrater mit einem Umfang von 85 Kilometern. Der wurde erst in den 1990er Jahren entdeckt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)