14. November 2013
In der Nähe von Schwarzen Löchern bilden sich oft mächtige Strahlen aus Materie.
Dass es diese sogenannten Jets gibt, war schon bekannt, woraus genau sie bestehen, war noch ein Rästel. Forscher des Astronomie-Forschungszentrums ICRAR wissen jetzt mehr. Mit einem Röntgensatelliten haben sie mehrere Materienströme untersucht und festgestellt, dass sie aus Atomen unterschiedlicher Elemente bestehen. Unter anderem wiesen die Forscher Spuren von Eisen- und Nickelatomen nach.
Die Astronomen fanden auch heraus, wie schnell die Jets sind: Sie schießen mit knapp 200.000 Kilometern pro Sekunde ins All - das sind zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit.
Schwarze Löcher verschlucken eigentlich alle Materie, die ihnen zu nahe kommt. Kurz davor versammeln sie aber eine schnell rotierende Materien-Scheibe um sich. Aus dieser schießen die Jets ins All hinaus.
Die Studie ist auf der Internetseite des Fachmagazins "Nature" veröffentlicht worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)