14. November 2013

"The Act of Killing": Massenmörer spielen ihre eigenen Taten

Mörder werden zu Schauspielern - und spielen ihre eigenen Taten nach.

In dem Dokumentarfilm "The Act of Killing", der heute in die Kinos kommt, werden Gewalttaten in Indonesien von vor fast fünfzig Jahren thematisiert. Der Regisseur des Film, Joshua Oppenheimer, beschreibt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wie er über 40 Täter getroffen hat, die im Zuge eines Militärputsches 1965/66 in Indonesien hundertausende Mitglieder und Sympathisanten der Kommunisten ermordet hatten. Es sei nicht schwer gewesen, sie zu überreden, ihre eigenen Taten noch einmal nachzuspielen. Die meisten hätten das geradezu mit Eifer getan. Dem Filmemacher zufolge zeigt das die Macht und das Selbstbewusstsein der Mörder. Sie hätten alle ein "Symptom der totalen Straflosigkeit".

Die Verbrechen in Indonesien sind bis heute nicht ausreichend aufgeklärt. Auch die Rolle einiger Personen bleibt unklar. Der Film "The Act of Killing" will auch aufzeigen, wie einige Netzwerke dieser Personen bis heute in die höchsten politischen Ämter Indonesiens reichen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)