14. November 2013
Auch über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es noch große Unterschiede im Berufs- und Familienleben von Ost- und Westdeutschen.
Deswegen ist die Wiedervereinigung auch noch nicht abgeschlossen - meint Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Dem Evangelischen Pressedienst sagte er, das zeige sich vor allem bei den Menschen, die zwischen 1975 und 1985 geboren wurden. In dieser Generation seien im Osten 19 Prozent arbeitslos. Damit liege die Quote fast doppelt so hoch wie in Westdeutschland. Zudem sind laut Mayer rund 20 Prozent dieser Wendekinder von relativer Armut betroffen und verfügen damit über weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens.
Im Bereich Familie beobachtet der Soziologe dagegen Annäherungen zwischen Ost und West. So bekämen Ostdeutsche ihr erstes Kind heute fast so spät wie ihre Altersgenossen im Westen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)