14. November 2013
Die russische Stadt Uljanowsk will das "Museum der Sowjetunion" werden.
Die Geburtsstadt des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin hat sich vorgenommen, so etwas wie die zentrale nationale Gedenkstätte der Sowjetunion zu werden. Nach Angaben des Projektleiters ist dafür ein Areal von der Größe von 170 Fußballfeldern vorgesehen. Dort sollen Dutzende Museen, ein Park und Läden mit kommunistischen "Markenartikeln" entstehen. Die russische Regierung und Investoren sollen sich nach dem Willen der Stadt je zur Hälfte an den Kosten beteiligen. Uljanowsk will mit dem Areal den Tourismus ankurbeln.
Das Konzept ist jedoch umstritten. Gegner bemängeln, dass die kritische Auseinandersetzung mit der sowjetischen Geschichte zu kurz kommt. Und in Internetforen klagen Bürger, dass für viele Russen der Alltag abseits der Glitzermetropole Moskau sowieso oft noch sowjetisch geprägt sei. Wozu dann ein Museum fragen sie sich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)