14. November 2013
Textanalyse kann einen in der Oberstufe quälen - in anderen Zusammenhängen aber sehr nützlich sein. Zum Beispiel für die Online-Enzyklopädie Wikipedia.
Wer dort schreibt, sollte das eigentlich mit einem einzigen Nutzerkonto tun, das ihn auch wiedererkennbar macht. Allerdings halten sich daran nicht alle - manche kreieren stattdessen sogenannte "Sockenpuppen", also Mehrfachnutzerkonten, bei denen sie sich unter verschiedenen Identitäten anmelden und Beiträge manipulierten. Forscher aus Birmingham, Alabama, haben jetzt eine Software vorgestellt, die helfen soll, den Sockenpuppen auf die Spur zu kommen - und zwar mit Stilanalyse. Wie der Online-Dienst "golem.de" berichtet, erkennt sie mit einer Genauigkeit von immerhin 75 Prozent, ob es sich bei einem Nutzerkonto um eine Sockenpuppe handelt.
"Golem" schreibt weiter, erst im Oktober habe Wikipedia 250 Konten gesperrt. Es handelte sich um die Sockenpuppenarmee einer Werbeagentur, die in Wikipedia Werbung für Organisationen und Produkte machte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)