14. November 2013
"Plünderung" ist nicht das richtige Wort!
Das ist die Auffassung des Katastrophenforschers Martin Voss, wenn es um die Unruhen nach dem Taifun auf den Philippinen geht. Der Begriff sei unpassend, sagte er in einem Interview in Deutschlandradio Kultur. Denn "Plünderung" sei ein kriminalisierender Begriff aus dem Alltag.
In der Katastrophe auf den Philippinen seien aber die grundlegendsten Dinge nicht mehr geregelt - zum Beispiel wie man am nächsten Tag seine Kinder satt bekommen soll.
Außerdem warnt Voss davor, dass ein falsches Bild von den Reaktionen der Menschen auf große Katastrophen entstehen könne. Asoziales und kriminelles Verhalten seien zwar natürlich - aber keineswegs vorherrschend. Im Gegenteil: Wenn die öffentliche Ordnung absolut versagt, sei gegenseitige Hilfe viel häufiger.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)