14. November 2013
Wirtschaftsinstitute beschäftigen sich gern mit den Mechanismen des Marktes.
Allerdings geht es dabei meist um legalen Handel. Matthias Erlei von der TU Clausthal hat sich stattdessen mal genauer angeschaut, wie illegale Märkte aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht funktionieren. In der Sendung "Studiozeit" im Deutschlandfunk wird der Drogenhandel im Görlitzer Park in Berlin als Beispiel genannt. Laut Erlei gibt es einige Besonderheiten bei solchen Märkten: Etwa bilden sich leichter Monopole, weil bestimmte Dealer ihre eigenen Bezirke haben. Außerdem sei häufig eine sogenannte "Preisdiskriminierung" zu beobachten. Demnach passen die Dealer ihre Grammpreise der Zahlungsfähigkeit des Kunden an. Anders formuliert: Sie holen jeweils so viel raus, wie eben geht.
Eine richtige Qualitätskontrolle gebe es auf solchen Märkten natürlich nicht. Allerdings hätten die Händler ein Eigeninteresse, ihren Kunden nur Mittel zu verkaufen, die ihnen nicht schaden. Schließlich wollen sie ja auch später noch verdienen.
Die Studiozeit läuft im Deutschlandfunk ab 20.10 Uhr.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)