14. November 2013

Männer und Depression: Wegen anderer Symptome wird die Krankheit häufig übersehen

Depressionen sind eine schwere Krankheit, die häufig unerkannt bleibt - vor allem bei Männern.

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie hin. Ein Grund sei, dass bei Männern Symptome auftreten können, die man erst einmal nicht mit Niedergeschlagenheit verbindet. Das sind zum Beispiel Wutanfälle oder erhöhte Risikobereitschaft.

Die Ärzte zitieren eine Studie im US-Fachblatt JAMA mit 5.700 Patienten. Beachtete man nur die üblichen Symptome, wie Schlaf- und Antriebslosigkeit, wurden zwölf Prozent der Männer als depressiv eingestuft und 25 Prozent der Frauen. Nahm man auch die männerspezifischen Symptome dazu, waren es bei beiden Geschlechtern rund ein Drittel der Testgruppe betroffen.

Laut den Ärzten sollten die Diagnosekriterien entsprechend angepasst werden, um weniger Depressionen bei Männern zu übersehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)