15. November 2013
Der Fund von 1400 Kunstwerken in einer Münchener Wohnung hat in den letzten Tagen für viel Diskussionsstoff gesorgt. Vor allem wurde kritisiert, dass die Bilder, die möglicherweise Raubgut aus NS-Zeiten sind, so lange nicht veröffentlicht wurden.
Jetzt will sich Bayerns Justizminister Winfried Bausback mit dem Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt friedlich einigen. Es sei wichtig, dass die Herkunft der Bilder auf breiter Front erforscht werde, sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Es gehe um Verantwortung für die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Deshalb will die Augsburger Staatsanwaltschaft in der kommenden Woche rund 600 weitere Gemälde des Münchner Kunstfundes im Internet veröffentlichen. Bisher waren es erst 25. Die öffentliche Auflistung soll helfen, herauszufinden, ob einzelne Werke von den Nationalsozialisten geraubt wurden.
Die Bilder waren schon im Februar 2012 beschlagnahmt worden. Das wurde aber erst vor kurzem bekannt gegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)