15. November 2013

Hartz in der "SZ" : Die Langzeitarbeitslosen sind zu kurz gekommen

"Hätte ich Leutheusser-Schnarrenberger geheißen, wäre mir das erspart geblieben."

Das sagt der ehemalige VW-Manager und Namensgeber für die Arbeitsmarktreformen, Peter Hartz, im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Dass sein Name durch Hartz IV zum Teil mit Armut gleichgesetzt wird, versucht er von seiner Person zu trennen. Am Arbeitsmarkt sieht Hartz immer noch Probleme: So sind seiner Meinung nach die Langzeitarbeitslosen zu kurz gekommen. Heute wisse man, dass sie sich zurückziehen und ihre verbleibende Kraft darauf verwenden, sich mit der Situation abzufinden, statt sich daraus zu befreien. Alleine schafft es der einzelne dann nicht mehr, wieder einen Job zu finden. Hartz meint, ehemalige Arbeitslose könnten hier als Trainer eingesetzt werden, um heutige Langzeitarbeitslose zu motivieren. Denn: "Fast alle wollen wieder arbeiten, sie wissen nur nicht mehr, wie es geht."

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)