15. November 2013

Brandenburgs Grüne wollen Doktorarbeiten früherer Stasi-Funktionäre überprüfen lassen

Die Juristische Hochschule Potsdam des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit gibt es nicht mehr, die Absolventen aber tragen ihre Doktor-Titel weiterhin.

Das gefällt den brandenburgischen Grünen gar nicht. Die juristischen Promotionen genügten "in keinster Weise" wissenschaftlichen und moralischen Ansprüchen, sagen sie und fordern die Aberkennung der Titel.

Laut Stasi-Unterlagen-Behörde galt die Juristische Hochschule als Kaderschmiede der Stasi. Eine Dissertation wurde zum Beispiel über die beste Verhörmethode von Dissidenten geschrieben. Aber: Sowohl die Stasi-Unterlagen-Behörde als auch das Wissenschaftsministerium weisen auf den Einigungsvertrag von 1990 hin. Demnach dürfen Doktortitel aus der DDR nicht nachträglich aberkannt werden.

Allerdings ist es den Absolventen der Stasi-Hochschule verboten, einen staatlich anerkannten juristischen Beruf auszuüben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)