15. November 2013
Warum soll ein historisches Foto von einer jungen Frau in einem brustfreien Kleid anstößiger sein als eine Pornoanzeige?
Um solche und andere Fragen zur Zensur von Bildern ging es gestern bei einem Treffen von Internetkonzernen mit EU-Politikern und Journalisten. Dabei blieb Facebook restriktiv, Google zeigte sich offener und Apple war gar nicht erst gekommen. Anlass des Treffens waren die Hippie-Bücher des dänischen Autors Peter Øvig Knudsen. Apple hatte die Werke wegen Fotos von nackten Blumenkindern im vergangenen Jahr aus seinem Internethandel genommen. Facebook beharrte darauf, keine Bilder mit nackten Brüsten oder Geschlechtsteilen dulden zu können - aus Rücksicht auf die weltweiten Nutzer. Google dagegen erklärte, man lasse beispielsweise Nacktheit in Zusammenhang mit Kunst, historischen Werken und Wissenschaft zu.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)