15. November 2013
Fast jeder Kranke schluckt zu viele Pillen.
Das ist das Ergebnis einer Studie von Medizinern der Universität Witten/Herdecke. Sie haben knapp 170 Patienten untersucht, die rund neun verschiedene Medikamente verordnet bekommen hatten. Ein Drittel davon war verschrieben worden, ohne dass es wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit gab.
In mehr als der Hälfte der Fälle wurden die Pillen falsch dosiert. Oft wurden auch Arzneimittel verschrieben, die man eigentlich nicht zusammen einnehmen soll. Die Forscher sprechen von Pillencocktails mit negativen Folgen für die Patienten bis hin zum Tod. Sie wollen jetzt eine elektronische Entscheidungshilfe für Hausärzte entwickeln. Die soll helfen zu entscheiden, welche Medikamente am entbehrlichsten und am schädlichsten sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)