15. November 2013
Spinnenfäden sind stabiler als Stahl.
Bezogen auf ihr geringes Gewicht jedenfalls. Das ist der Grund, warum Forscher und Unternehmen schon länger versuchen, die sie nachzuahmen. Bis jetzt klappt das noch nicht so recht, weil die molekularen Vorgänge beim Spinnen noch nicht gut genug verstanden werden.
Biotechnologen der Uni Würzburg sehen einen möglichen Ansatz im Tempo, mit dem die Spinne ihre Fäden produziert. Einen Meter pro Sekunde seilt sie ab. Die Forscher haben sich die Proteinverbindungen der einzelnen Faden-Abschnitte genauer angesehen. Dabei ist herausgekommen, dass die Wechselwirkungen zwischen den Molekülen tausend Mal schneller ablaufen als sonst bei Proteinen. Überraschenderweise wird der Prozess durch die Salze in der Spinnendrüse nicht verlangsamt. Diese Salzresistenz könnte den Forschern zufolge entscheidend für die Stabilität der Spinnenfäden sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)