15. November 2013
Viele Menschen südlich der Sahara sind gegen eine bestimmte Malaria-Form immun.
Das dachte man bis vor Kurzem. In den vergangenen fünf Jahren ist die Krankheit allerdings auch bei ihnen vermehrt aufgetreten. Forscher der Universität Cleveland haben jetzt herausgefunden, woran das liegt.
Den als immun geltenden Menschen fehlt ein bestimmtes Eiweiß auf den roten Blutkörperchen. Malaria-Parasiten können deshalb nicht an den Blutkörperchen andocken und sich nicht vermehren. Laut den Forschern geht das in bestimmten Fällen aber doch - nämlich dann, wenn ein bislang unbekannter Gen-Mechanismus bei den Parasiten wirkt. Ihre genauen Ergebnisse stellen die Wissenschaftler heute bei einem Kongress in Washington vor.
Laut Weltgesundheitsorganisation erkranken im Jahr etwa 220 Millionen Menschen an Malaria. Die Krankheitsform, um die es hier geht, ist nicht so oft tödlich wie andere Formen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)