15. November 2013

Mäuse-Tests liefern Erkenntnisse zum Nikotin-Entzug

Wer aufhört zu rauchen, der muss mit Entzugserscheinungen rechnen.

Innere Unruhe, Schlafstörungen, Zittern und Herzrasen gehören dazu. Forscher der Universität Massachusetts haben herausgefunden, welche Nervenzellen im Hirn für die Symptome verantwortlich sein könnten.

Für ihre Studie haben sie Experimente mit Mäusen gemacht, denn die reagieren auf Nikotin genauso wie wir. Die Forscher mischten den Mäusen Nikotin ins Trinkwasser - solange bis sie abhängig waren. Dann stoppten sie die Nikotin-Zufuhr plötzlich. Die Mäuse kratzten und schüttelten sich. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass dabei ein Botenstoff im Hirn gehemmt wird, der schlaffördernd wirkt und den Blutdruck stabilisiert.

Die Forscher hoffen, dass mit ihren Erkenntnissen Medikamente für Ex-Raucher entwickelt werden können, die die Entzugserscheinungen mildern.

Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Current Biology" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)