18. November 2013

Botox: Hoffnung auf Medikamente mit geringerer Gefahr von Überdosierung

Schon mal gewundert, wenn das Gegenüber gar nicht mehr aufhören kann, angestrengt zu grinsen?

Das könnte daran liegen, dass er oder sie "Botulinum-Neurotoxin A" kurz Botox gespritz hat, um für eine Zeit Falten verschwinden zu lassen. Das Nervengift verhindert, dass ein Signal an die Muskeln weitergeleitet wird. Problem: Schon eine leichte Überdosierung kann Schäden hervorrufen - zum Beispiel Lähmungen. Wissenschaftler der Universität Utrecht haben jetzt erforscht, wie das Molekül an die Rezeptoren der Nervenzelle bindet. Dadurch könnte in Zukunft die Gefahr einer Überdosierung verringert werden.

"Botulinum-Neurotoxin A" wird übrigens nicht nur zu kosmetischen Zwecken verwendet. In der Medizin kommt es bei der Behandlung von Migräne oder Schielen zum Einsatz. Bei Letzterem wird der Augenmuskel etwas geschwächt, was dann ein normales Sehen ermöglicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)