18. November 2013
Und Geld macht doch glücklich.
Oder zumindest zufrieden. Das sagt der Soziologe Jürgen Schupp im Interview mit der "taz". Er berichtet über die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, die seit Jahren zehntausende Deutsche zu ihrem Befinden befragt. Ein Ergebnis: Je höher das Einkommen, desto zufriedener sind die Menschen und umgekehrt. Das habe allerdings nicht unbedingt mit dem Geld an sich zu tun, sondern damit dass es große Vorteile mit sich bringt, wie bessere Bildung, einen gesünderen Lebenswandel und mehr soziale Anerkennung.
Einer der "Hauptunglücklichmacher" ist der Studie zufolge der Verlust des Arbeitsplatzes. Selbst wenn man danach wieder Arbeit finde, wirke der Schock noch lange nach und die Angst sitze tief. Ein weiterer interessanter Aspekt ist laut Jürgen Schupp, dass das Gefühl von Ungerechtigkeit in Krisenzeiten abnimmt. In guten Zeiten dagegen fühlen sich viele Menschen oft ungerecht behandelt und halten zum Beispiel die Bezahlung für ihren Job für zu niedrig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)