18. November 2013
Klimaflüchtlinge haben zu wenig Rechte.
Das meint der Völkerrechtler Manfred Nowak von der Uni Wien. Bei "DRadio Wissen" sagt er, dass der Flüchtlingsbegriff bisher zu eng gefasst ist. So deckt er nur Menschen ab, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie ethnisch oder religiös verfolgt werden. Bisher gibt es laut dem Wissenschaftler nur wenige Länder, die ihre Asylgesetzgebung auch auf Personen ausgeweitet haben, die ihre Heimat wegen Umweltkatastrophen verlassen mussten. Das sind zum Beispiel Schweden und Finnland.
Nowak geht davon aus, dass die Zahl von Klimaflüchtlingen in Zukunft steigen wird. Neben einer Ausweitung der Asylgründe empfiehlt er, dass die reichen Industriestaaten die betroffenen Länder unterstützen. Denn ihm zufolge geht ein Großteil des Klimawandels auf ihr Konto. Deshalb sollten sie zum Beispiel beim Bauen von Dämmen gegen Überschwemmungen helfen.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)