18. November 2013
Ob in der Bahn als: "Ja, 'sch fahr grad' Stadt" oder im Fernsehen mit Sätzen wie "Das Live-Voting startet jetzt."
- die deutsche Sprache verändert sich, das ist offensichtlich. Das muss aber nicht schlimm sein, findet der Direktor des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik, Wolfgang Klein. Er ist Mitautor des Ersten Berichts zur Lage der deutschen Sprache, der heute veröffentlicht wird.
Im Deutschlandradio Kultur sagte Klein, das Deutsche könne gar nicht verfallen. Wenn Moderatoren im Fernsehen die Zuschauer zum "Voten" aufforderten, würde dies nicht bedeuten, dass es das deutsche Verb "wählen" nicht mehr gebe. Klein betont im Gegensatz, dass die deutsche Sprache aus seiner Sicht sehr reich ist. So seien in den vergangenen 100 Jahren rund eine Millionen Worte entstanden, vor allem neue Zusammensetzungen. Als Beispiel nannte er die Begriffe "Teilzeit", "Auszeit" oder "Babypause".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)