18. November 2013
Forscher hoffen, mit der Methode irgendwann Parkinson zu heilen.
Neurologen versuchen schon seit längerem, Parkinson-Patienten neue, junge Nervenzellen ins Gehirn zu implantieren. Sie sollen dort die Funktion der abgestorbenen Zellen übernehmen. Doch anstatt in die betroffenen Hirnbereiche zu wandern, bewegten sich die neuen Zellen nicht von der Stelle. Nun wissen die Forscher, warum: Wie sie in einem Fachmagazin (Nature Neuroscience) schreiben, müssen die jungen Vorläuferzellen erst ausreifen. Dabei zeigte sich, dass sehr unreife Nervenzellen bereits reifere Neuronen anlockten, so dass sie zusammengeballt an einem Ort blieben. Ursache sind chemische Lockstoffe, die von den Vorläuferzellen ausgeschüttet werden. Schalteten die Wissenschaftler diesen Mechanismus aus, wanderten die neuen Nervenzellen wie geplant durch das Gehirn und verteilten sich über größere Bereiche.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)