19. November 2013

Mumiengräber in Ägypten: Fleischbeigaben genauso aufwendig balsamiert

Nach dem Tod ist vor dem Festmahl.

Das dachten jedenfalls die alten Ägypter. Ihren Herrschern gaben sie auch Fleisch mit als Grabbeilage. Britische Forscher haben die Nahrungsmittelpakete aus der Zeit von 1.400 bis 1.000 vor Christus untersucht. Genauer: Das Grab von Juja und Tuja im Tal der Könige.

Dabei stellten sie fest: Das Fleisch war genauso aufwendig balsamiert wie die Verstorbenen selbst - mit verschiedenen Tierfetten und Bienenwachs. In einer Rinderrippe entdeckten die Forscher sogar Rückstände von Pistazienharz. Das war damals ein teurer Importartikel und galt im alten Ägypen als Luxusware - beispielsweise, um Lebensmittel zu räuchern.

Die Wissenschaftler vermuten, dass das Fleisch durch das Pistazienharz besonders schmackhaft gemacht werden sollte - damit es den Toten an nichts fehlt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)