19. November 2013

Studie soll erstmals Frauenanteil in Chefetagen öffentlicher Unternehmen prüfen

Union und SPD haben sich vorgestern in den Koalitionsverhandlungen geeinigt: Eine Quote soll mehr Frauen in die Chefetagen von börsennotierten Unternehmen bringen.

Bisher gibt es da nämlich zu wenige. 2012 waren weniger als 12 Prozent der Aufsichtsräte der deutschen Top-100-Unternehmen weiblich. Ab 2016 sollen es nach dem Wunsch der Großen Koalition mindestens 30 Prozent sein. Das gilt allerdings nur für börsennotierte, nicht für öffentliche Unternehmen. Die Bundesregierung will jetzt wissen, wie die Lage in den dortigen Chefetagen aussieht, und hat zum ersten Mal eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Wie die Zeitung "Die Welt" schreibt, sollen die Ergebnisse spätestens nächstes Frühjahr veröffentlicht werden. Die bisherigen Daten deuteten darauf hin, dass auch in öffentlichen Unternehmen wenig Frauen in der Chefetage sitzen.

Der Lobbyverein "Frauen in die Aufsichtsräte" kritisierte, dass diese Firmen von der neuen Quote ausgenommen bleiben sollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)